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Fach­kräf­te

Ehrenamtliche Prüfer der IHK sichern Fachkräfte

Die ehrenamtlichen Prüfer der IHK Berlin haben eine wichtige Aufgabe: Sie sichern qualifizierte Fachkräfte und steigern ihre Expertise für den eigenen Nachwuchs.
von Susanne Manns Ausgabe 02/2020

Ehrenamtliche Prüfer leisten einen wichtigen Beitrag zu qualifiziertem Nachwuchs – die IHK Berlin sucht Interessenten
Ehrenamtliche Prüfer leisten einen wichtigen Beitrag zu qualifiziertem Nachwuchs – die IHK Berlin sucht Interessenten Foto: Monkey Business – Fotolia.com
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Warum Sie diesen Artikel lesen sollten

  • Fast 3.000 ehrenamtliche Prüfer sind für die IHK allein in Berlin tätig.
  • Wer Prüfer wird, sichert die Zukunft der Fachkräfte – und hat selbst Vorteile.

Für die IHK Ber­lin arbei­ten ca. 2.900 Prü­fer. Sie enga­gie­ren sich in Aus-, Wei­ter­bil­dung und Berufs­zu­gang. Vie­le davon sind selbst­stän­di­ge Unter­neh­mer und sichern damit die Qua­li­tät der beruf­li­chen Bil­dung in der eige­nen Bran­che.

Tho­mas Bar­deck ist seit über 35 Jah­ren im Bereich Ver­an­stal­tungs­tech­nik tätig, die meis­te Zeit davon als selbst­stän­di­ger Unter­neh­mer. Sei­ne Bran­che boomt, Kun­den und Tech­nik wer­den anspruchs­vol­ler. Tho­mas Bar­deck weiß, was die Bran­che braucht: qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­te-Nach­wuchs. Des­halb enga­giert er sich neben sei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit seit zehn Jah­ren als ehren­amt­li­cher Prü­fer in der Berufs­aus­bil­dung für die Fach­kräf­te für Ver­an­stal­tungs­tech­nik.

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Der Aus­bil­dungs­be­ruf Fach­kraft für Ver­an­stal­tungs­tech­nik wur­de 2016 neu geord­net, um den ver­än­der­ten tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen gerech­ter zu wer­den. Er ist einer von 250 Aus­bil­dungs­be­ru­fen, zwi­schen denen ange­hen­de Azu­bis heu­te wäh­len kön­nen. Rund

300. 000 Men­schen haben auch 2019 in Deutsch­land wie­der eine dua­le Aus­bil­dung mit Betriebs­pra­xis und Berufs­schu­le oder eine Wei­ter­bil­dung mit der Abschluss­prü­fung erfolg­reich been­det. „Man muss in Men­schen inves­tie­ren, um Qua­li­tät her­aus­zu­be­kom­men“, sagt Tho­mas Bar­deck und kommt bei drei Prü­fungs­durch­gän­gen – einer im Win­ter, einer im Som­mer – und einer Zwi­schen­prü­fung mit schrift­li­chem und prak­ti­schem Teil auf ca. acht bis zehn Prü­fer­ta­ge pro Jahr. Dass an die­sen Tagen sein eige­nes Geschäft zurück­steckt, sieht er dem­entspre­chend nicht als Ver­lust.

Nor­bert Drews ist eben­falls seit 20 Jah­ren als Prü­fer dabei. Er prüft im Bereich Berufs­zu­gang Teil­neh­mer, die, wie er, spä­ter ein Unter­neh­men im Taxi- und Miet­wa­gen­be­reich füh­ren wer­den. Auch er tauscht meh­re­re Tage im Jahr sei­nen Platz in Taxi und Büro und arbei­tet ehren­amt­lich als Prü­fer. Er genießt die Abwechs­lung zum Berufs­all­tag, hat Spaß an der Arbeit mit Men­schen und sagt: „Als Prü­fer freut man sich mit jedem Teil­neh­mer, der die Prü­fung besteht.“

Glenn Rühm­korb, Unter­neh­mer und ehren­amt­li­cher Prü­fer im Bewa­chungs­ge­wer­be, will als Prü­fer aktiv etwas in der Bran­che bewe­gen und Ver­bes­se­run­gen auf den Weg brin­gen, wo Unzu­frie­den­heit besteht. Die­se drei Prü­fer sind die bes­ten Bei­spie­le dafür, dass sich unter­neh­me­ri­sche Tätig­keit und ehren­amt­li­che Prü­fer­tä­tig­keit ver­ein­ba­ren las­sen. Sie wir­ken aktiv bei der erfolg­rei­chen Qua­li­täts­aus­bil­dung der Fach­kräf­te mit und tra­gen dazu bei, dass betriebs- und wirt­schafts­nah geprüft wird. Der Aus­tausch mit den Fach­kol­le­gen über das Netz­werk der Prü­fer ermög­licht ihnen zudem einen Blick über den Tel­ler­rand des eige­nen Unter­neh­mens.

Die Ein­satz­ge­bie­te der Prü­fer beschrän­ken sich inzwi­schen nicht nur auf die klas­si­schen Prü­ferfunk­tio­nen. Sie kön­nen sich außer­dem noch in über­re­gio­na­len Gre­mi­en enga­gie­ren, zum Bei­spiel zur Auf­ga­ben­er­stel­lung.

Wer­den auch Sie Prü­fer oder geben Sie Ihren Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit, sich zu enga­gie­ren. Ihr Unter­neh­men glänzt nicht nur mit ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment, son­dern stei­gert auch sei­ne Exper­ti­se für die eige­ne Aus­bil­dung.

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