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Fach­kräf­te

IHK lässt künftige Köche an den Herd

Corona hat das Gastgewerbe weitgehend kaltgestellt. Um Azubis trotzdem den Abschluss zu ermöglichen, bereiten sie sich in der Lehrküche des Ludwig Erhard Hauses auf die Prüfungen vor.
Ausgabe 12/2020

Kochtrainer Josef Eder (l.) unterstützt den Azubi Akran Koussa tatkräftig bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Kochtrainer Josef Eder (l.) unterstützt den Azubi Akran Koussa tatkräftig bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Foto: Amin Akhtar
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Warum Sie diesen Artikel lesen sollten

  • Not erfordert Kreativität – die Lehrküche der IHK Berlin steht darum Azubis zur Prüfungsvorbereitung zur Verfügung.
  • Die praktischen Prüfungen werden hier realitätsgetreu simuliert.

Die Pan­de­mie setzt dem Hotel- und Gast­ge­wer­be beson­ders hart zu. Unter den Schlie­ßun­gen lei­den auch Azu­bis – beson­ders die­je­ni­gen unter ihnen, die kurz vor ihren Prü­fun­gen ste­hen. Denn sie haben der­zeit nicht die Mög­lich­keit, ihre Koch-Skills unter der fach­män­ni­schen Füh­rung ihrer Aus­bil­der zu trai­nie­ren. 

Um Koch-Azu­bis den­noch die Mög­lich­keit zu geben, sich ange­mes­sen auf ihre bevor­ste­hen­den Prü­fun­gen vor­zu­be­rei­ten, stellt die IHK Ber­lin im Lud­wig Erhard Haus ihre Lehr­kü­che zur Ver­fü­gung. Ange­hen­de Köche haben so die Mög­lich­keit, Lern­in­hal­te nach­zu­ho­len und Anfang des nächs­ten Jah­res ihren Abschluss zu machen. Die Senats­ver­wal­tung für Inte­gra­ti­on, Arbeit und Sozia­les und die IHK Ber­lin haben die „Pop-Up-Prü­fungs­vor­be­rei­tung“ gemein­sam orga­ni­siert, um auf die­sem Weg den Fach­kräf­te­be­darf in der Hotel- und Gast­stät­ten­bran­che zu sichern.

Wir sind mehr denn je gefragt, Her­aus­for­de­run­gen krea­tiv, prag­ma­tisch und lösungs­ori­en­tiert zu begeg­nen.
Dr. Bea­tri­ce Kramm, Prä­si­den­tin der IHK Ber­lin

„Krea­tiv, prag­ma­tisch, lösungs­ori­en­tiert“ 

Laut der aktu­el­len Kon­junk­tur­um­fra­ge von IHK und Hand­werks­kam­mer Ber­lin lau­fen für 84 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men des Gast­ge­wer­bes die Geschäf­te schlecht, 58 Pro­zent fürch­ten, Per­so­nal ent­las­sen zu müs­sen. 

IHK-Prä­si­den­tin Dr. Bea­tri­ce Kramm sieht in dem Ange­bot für Koch-Azu­bis einen Bei­trag, den der­zei­ti­gen „Her­aus­for­de­run­gen krea­tiv, prag­ma­tisch und lösungs­ori­en­tiert zu begeg­nen“. Unter­neh­men, die zum zwei­ten Mal in die­sem Jahr vom Still­stand betrof­fen sei­en, ris­kier­ten, ihren Nach­wuchs kurz vor dem Abschluss zu ver­lie­ren. Damit sei­en sie dop­pelt bestraft. „Des­halb freue ich mich, dass es uns gemein­sam mit der Senats­ar­beits­ver­wal­tung gelun­gen ist, mit der Pop-Up-Prü­fungs­vor­be­rei­tung‘ Aus­bil­dungs­be­trie­ben und den Aus­zu­bil­den­den schnell und unbü­ro­kra­tisch zu hel­fen“, so Kramm. 

Simu­la­ti­on der prak­ti­schen Prü­fung 

Eine Schu­lungs­ein­heit im Lud­wig Erhard Haus dau­ert vier Tage. Die Prüf­lin­ge bekom­men einen Waren­korb mit Lebens­mit­teln, aus denen sie Vor­spei­sen, Haupt­ge­rich­te und Des­serts zube­rei­ten müs­sen. So wird eine prak­ti­sche Prü­fung simu­liert, wie es nor­ma­ler­wei­se in Hotels und Gast­stät­ten erfolgt. Erfah­re­ne Aus­bil­der ste­hen den jun­gen Erwach­se­nen zur Sei­te. Das Ange­bot rich­tet sich an die 120 ange­hen­den Köchin­nen und Köche. Die Senats­ver­wal­tung für Inte­gra­ti­on, Arbeit und Sozia­les unter­stützt das Pro­jekt mit 36.500 Euro.

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